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Basics · 01

Erste Schritte

Der Einstieg: was ComfyUI ist, welche Hardware du brauchst, und wie du die Portable-Version entpackst und startest. Danach läuft die Oberfläche bei dir im Browser.

Basics Einstieg Windows · NVIDIA · Portable

Was ist ComfyUI?

ComfyUI ist eine kostenlose, quelloffene Oberfläche, um KI-Bilder und -Videos lokal auf deinem eigenen Rechner zu erzeugen. Statt eines simplen „Prompt rein, Bild raus" baust du die Generierungs-Pipeline selbst aus einzelnen Bausteinen – den sogenannten Nodes – zusammen.

Jeder Node übernimmt eine Aufgabe: Modell laden, Prompt verarbeiten, das Bild berechnen, speichern. Du verbindest sie zu einem Graphen. Das gibt dir volle Kontrolle über jeden Schritt – genau deshalb ist ComfyUI bei allen ernst gemeinten Workflows der Standard. Mit dem Node-Graph beschäftigen wir uns im nächsten Teil – hier geht es erstmal nur ans Laufen.

Warum die Portable-Version?

Wir nutzen in dieser Reihe bewusst die Portable-Version statt des Desktop-Installers. „Portable" heißt: kein Installer, keine Einträge in der Windows-Registry, nichts wird systemweit verändert. Du bekommst einen einzigen Ordner, in dem alles drinsteckt – eine eigene mitgelieferte Python-Umgebung, ComfyUI selbst und deine Modelle.

Und genau das macht mehrere Installationen unkompliziert:

Der offene Weg – bewusst gewählt. Es gibt auch ComfyUI Desktop, das mehr automatisiert – dort landen z. B. heruntergeladene Modelle per Klick direkt im richtigen Ordner. Das ist einsteigerfreundlicher, aber eingeschränkter. Die Portable-Version gibt dir dafür die volle Kontrolle und genau die Vorteile oben: kopieren, mitnehmen und beliebig viele Installationen für verschiedene Zwecke parallel laufen lassen. Wer nie mehrere Installationen oder Portabilität braucht und einfach nur schnell loslegen will, ist mit Desktop gut bedient – wir gehen hier bewusst den offenen Portable-Weg.

Voraussetzung

Wir fokussieren uns in dieser Reihe auf NVIDIA-Hardware. NVIDIA-Grafikkarten sind über CUDA besonders gut für KI-Generierung geeignet, am breitesten unterstützt und liefern die schnellsten Ergebnisse. AMD und Apple funktionieren grundsätzlich auch, sind aber mit anderen Workflows verbunden, die hier nicht behandelt werden.

Wichtig zu verstehen: Die Modelle werden beim Generieren in den VRAM (den Speicher der Grafikkarte) geladen. Je größer und komplexer ein Modell, desto mehr VRAM belegt es – deshalb ist VRAM beim KI-Generieren oft der entscheidende Faktor.

So findest du deinen VRAM heraus: Task-Manager öffnen (Strg+Umschalt+Esc) → Reiter LeistungGPU → dort steht der „Dedizierter GPU-Speicher“.

Entpacken & starten

  1. Portable-Version herunterladen

    Auf der ComfyUI-Releases-Seite gibt es die Portable für NVIDIA als .7z-Datei. Unter Assets stehen aktuell zwei NVIDIA-Dateien – welche du brauchst, hängt allein von deiner Grafikkarte ab (siehe Kasten). Download: github.com/comfyanonymous/ComfyUI/releases.

    Welche Datei? – vor dem Download

    Beide enthalten dasselbe ComfyUI; sie unterscheiden sich nur in der mitgelieferten CUDA-/Python-Version. Nimm die zu deiner NVIDIA-Karte passende:

    Deine GPUDiese Datei
    RTX 20 / 30 / 40 / 50ComfyUI_windows_portable_nvidia.7z
    Der Standard. Enthält CUDA 13.0 + Python 3.13. Für alle Karten ab der RTX-20-Serie.
    Ältere NVIDIA-Karten (vor RTX 20)ComfyUI_windows_portable_nvidia_cu126.7z
    Die ältere CUDA-12.6-Variante (Python 3.12) für GPUs vor der RTX-20-Serie.

    Beide Dateien liegen im selben Release unter Assets. Die Standard-Datei setzt einen NVIDIA-Treiber voraus, der CUDA 13 unterstützt – halte deinen Treiber aktuell, sonst startet sie nicht. (Stand 2026; Dateinamen und CUDA-Versionen können sich mit neuen Releases ändern – im Zweifel die Beschreibung neben dem Download auf der Releases-Seite lesen.)

    github.com/comfyanonymous/ComfyUI/releases Latest Release · Assets ComfyUI_windows_portable_nvidia.7z ~2 GB Source code (zip) Download ComfyUI
    Releases-Seite – die NVIDIA-Portable als .7z laden
  2. Mit 7-Zip entpacken

    Falls noch nicht installiert: 7-Zip gibt es kostenlos auf 7-zip.org. Dann: Rechtsklick auf die .7z-Datei → 7-Zip → Hier entpacken. Den entstandenen Ordner legst du an einen Ort mit genug Platz (z. B. D:\ComfyUI) – dort landen später auch deine KI-Modelle und Custom Nodes, die schnell viele Gigabyte belegen. Du installierst nichts – der Ordner ist bereits die fertige Installation.

    D:\ComfyUI_windows_portable 📁 ComfyUI 📁 python_embeded 📁 update ▶ run_nvidia_gpu.bat ▶ run_cpu.bat 📄 README_VERY_IMPORTANT.txt
    Der entpackte Ordner – bereits eine komplette, eigenständige Installation
  3. Starten – die Oberfläche öffnet sich im Browser

    Doppelklick auf run_nvidia_gpu.bat. Es öffnet sich ein Konsolenfenster, ComfyUI läuft als lokaler Server im Hintergrund, und die Bedienoberfläche öffnet sich automatisch in einem Browser-Fenster. Falls nicht, rufst du im Browser einfach 127.0.0.1:8188 auf. Das Konsolenfenster lässt du offen, solange du arbeitest.

    ComfyUI 127.0.0.1:8188 Workflow Edit View Dein Arbeitsbereich (Canvas)
    ComfyUI läuft im Browser-Fenster – hier auf 127.0.0.1:8188
Updaten? Im Ordner update liegt update_comfyui.bat – Doppelklick, und deine Installation wird aktualisiert. Da alles im Ordner steckt, betrifft das nur diese eine Installation.
Hinweis zur Sprache: ComfyUI kann seine Oberfläche in mehrere Sprachen übersetzen (unter Comfy → Locale). In diesen Tutorials arbeiten wir mit der englischen Originaloberfläche – so sind die Node-Namen identisch zu praktisch jeder Anleitung und jedem Video da draußen, was das Weiterlernen deutlich einfacher macht.
Noch keine Modelle? Völlig normal nach dem Entpacken. Im nächsten Teil laden wir ein Modell und bauen den ersten minimalen Workflow für deinen ersten Prompt.
Du willst sofort loslegen? In ComfyUI findest du unter Workflow → Browse Templates die eingebaute Vorlage „Wan 2.2 5B video generation“ – fehlende Modelle bietet ComfyUI automatisch zum Download an. Wie das alles funktioniert, erklären wir Schritt für Schritt in Teil 04.
→ ComfyUI Portable herunterladen

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