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Basics · 03

Grundwissen: Modelle, Ordner, Oberfläche

Zwei Dinge, bevor du den ersten Workflow lädst: wo ComfyUI seine Modelle sucht – und wie du dich auf der Arbeitsfläche bewegst.

Basics Modelle Oberfläche

Nach dem Entpacken hast du ein leeres Werkzeugregal: ComfyUI kann Graphen ausführen, liefert aber weder Modelle noch die meisten Spezial-Nodes mit. Beides kommt erst dazu, wenn ein Workflow es verlangt. Wenn ComfyUI beim Öffnen eines fremden Workflows also etwas anmahnt, ist das der Normalfall – kein kaputter Download.

Zwei Dinge, die nachgeladen werden

🧩 Custom Nodes – die Werkzeuge

Programmcode, der ComfyUI neue Node-Typen hinzufügt. Ordner: ComfyUI/custom_nodes/ · Installation: über den Manager aus Teil 02.

📦 Modelle – die trainierten Dateien

Die Gewichte, mit denen gerechnet wird – meist .safetensors, von wenigen hundert MB bis über 30 GB. Ordner: ein Unterordner von ComfyUI/models/.

Der models-Ordner

ComfyUI sortiert Modelle nicht nach Projekt, sondern nach Typ. Jeder Loader-Node liest genau einen Unterordner: Load VAE zeigt dir ausschließlich, was in models/vae/ liegt. Mehr Mechanik steckt nicht dahinter – der Node bestimmt den Ordner.

📁 ComfyUI_windows_portable 📁 ComfyUI 📁 models checkpoints/ Alles-in-einem-Modelle diffusion_models/ Hauptmodell (Wan, Flux) text_encoders/ Sprachverständnis vae/ Bild-Dekoder loras/ Stil- und Motiv-Aufsätze upscale_models/ Hochskalierer 📁 custom_nodes Erweiterungen vom Manager
Die beiden Ordner, in denen alles Nachgeladene landet

Tipp: Nicht raten, sondern am Node ablesen. Was im Dropdown des Loaders steht, hat ComfyUI im zugehörigen Ordner gefunden. Bleibt die Liste leer, liegt die Datei im falschen Ordner – oder ComfyUI hat sie noch nicht eingelesen, dann hilft ein R im Browser.

Warum jede Aufgabe eigene Dateien braucht

Ein Modell kann genau das, wofür es trainiert wurde. Ein Videomodell erzeugt keine Tiefenkarten, ein Upscaler versteht keine Prompts, ein Segmentierungsmodell malt keine Bilder. Ein Workflow ist deshalb eine Kette von Spezialisten – und jeder Spezialist ist eine eigene Datei plus meist ein eigener Node.

Daraus folgt der Punkt, der am Anfang am meisten überrascht: Wechselst du das Thema, wechselt der Modellbedarf fast vollständig. Ein Video-Workflow braucht andere Dateien als ein Upscaling-Workflow, und der wieder andere als einer für 3D oder PBR-Texturen. Dein models-Ordner wächst mit jedem neuen Thema – nicht mit jedem neuen Bild. Genauso bei den Nodes: Wer einen Workflow veröffentlicht, baut ihn aus dem, was auf seinem Rechner installiert ist. Bei dir fehlt das zunächst.

Wenn etwas fehlt

Neu starten oder nur aktualisieren? Nach der Installation von Custom Nodes muss ComfyUI komplett neu starten. Für neu hinzugefügte Modelldateien reicht ein R im Browser. Und plane Speicherplatz ein: Betreibst du mehrere Portable-Installationen, lass sie über extra_model_paths.yaml auf denselben models-Ordner zeigen, statt die Dateien zu duplizieren.

Die Oberfläche in fünf Punkten

Der zweite Teil ist schnell erzählt: ComfyUI hat nur eine Handvoll Bereiche, die du wirklich kennen musst.

Workflow Edit View Manager Load Diffusion Model KSampler Run 1 2 3 4 5
Die fünf Bereiche, die du kennen solltest

Tipp: Zwei Gesten decken fast alles ab – Mausrad zum Zoomen, Doppelklick für die Node-Suche.